Zum Inhalt springen

"Jeder fühlt sich bedroht"

12/2008

Arbeitspsychologe im Interview
„Jeder fühlt sich bedroht“
In Krisenzeiten bleibt die Fairness oft auf der Strecke. Doch Chefs sollten offen kommunizieren und nichts verharmlosen, rät Arbeitspsychologe Thomas Rigotti.
Interview: Sibylle Haas

Thomas Rigotti, 34, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Leipzig.
Foto: privat

SZ: Herr Rigotti, in vielen Firmen sind die Mitarbeiter verunsichert, weil ein Stellenabbau droht. Wie wirkt sich das auf das Betriebsklima aus?

Thomas Rigotti: Unsicherheit ist das Schlimmste. Wenn der Stellenabbau nur angekündigt ist, dann fühlt sich jeder bedroht. Die Leute beäugen sich, werden misstrauisch und haben Angst, weil keiner weiß, wen es nun treffen wird. Das wirkt sich auf deren Leistung negativ aus, und es herrscht ein Klima der Angst.

SZ: Welche Folgen hat denn diese Angst für den Umgang miteinander?

Rigotti: Die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust hat negative Folgen auf das psychische Befinden. Außerdem kommt Mobbing in unsicheren und intransparenten Situationen einfach öfter vor als in sicheren.

SZ: In wirtschaftlichen Krisenzeiten wird der Ton in den Firmen rauer?

Ganzes Interview lesen

Advertisements

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: